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Die heute 98-jährige Jrene Brann lebt in Soglio, einem Dorf im Val Bregaglia in der Schweiz. Sie stellt zum ersten Mal eine Auswahl ihrer in langen Jahren der Tätigkeit als Malerin entstandenen Bilder im Bergeller Talmuseum Ciäsa Granda in Stampa aus. Zur Ausstellung erschien im Salm-Verlag das Buch „Fremdes beseelt". Jrene Brann wird 1912 in Dresden geboren. Nach dem Abitur macht sie eine Ausildung als Photographin. 1938 emigriert sie nach Bolivien. 1953 beginnt sie ein Studium an der neu gegründeten Kunstschule „Academia de Arte Catolico" in Lima, Peru, unter der Leitung des bedeutenden Wiener Künstlers Adolf Winternitz. Die Zeit bis zur Pensionierung des Ehemannes ist gekennzeichnet durch eine rege künstlerische Tätigkeit. Ende der 60-er Jahre übersiedelt das Paar in die Schweiz, zuerst Lugano, dann Soglio, wo sich Jrene Brann ein Atelier eingerichtet hat, in welchem sie bis 1998 malte. „Heute, in meinem 99. Lebensjahr, wird mein Lebensstil vor allem von der schwindenden Sehkraft strukturiert. Ein Schaffen auf dem Gebiet der bildenden Künste hat sich für mich leider ein für allemal erledigt. Hingegen erlebe ich die seltsame Wachheit des Geistes, der unentwegt nach komplexen Verbindungen und Wahrheiten sucht." JB |

